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Online-Magazin - Kultur
Götter und Göttinnen
Im Gegensatz zu den griechischen Göttern und Götzen, die als eigenständige Wesen ausserhalb der Grenzen der Natur leben, symbolisieren die keltischen Götter und Göttinnen die Kräfte in der Natur. Um mit den verschiedensten Erscheinungen, wie Blitz, Donner, Feuer, Regen, Tod, Heilung u.s.w. umzugehen, wurden diese personifiziert und stiegen zu eigenständig handelnden Wesen innerhalb der Gesetze der Natur auf. Sie wurden zu Führern, Beschützern, Helfern oder Rächern und aus ihnen setzt sich die keltische Religion zusammen. Allein den Druiden oblag es, mit diesen Wesen zu kommunizieren, sie um Rat oder Hilfe zu bitten oder über sie zu befehlen.
Unterschiede in der Verehrung der Gottheiten gibt es nicht nur zwischen den Festland- und Inselkelten, sondern auch von Stamm zu Stamm. Etwa 400 Götter und Göttinnen verehrten die Kelten. Nachfolgend stellen wir einige vor.
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Weibliche Gottheiten
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Abnoba - Muttergöttin Sie personifiziert den Schwarzwald und kümmert sich dort um das Gedeihen der Pflanzen- und Tierwelt. Darüber hinaus ist sie die Göttin der Quellen und Wälder und die Schutzherrin des Wildes und der Jäger.
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Aericura (Herecura) - Muttergöttin Sie ist die Göttin des Todenreiches und wacht über die Toten und Ahnen in der Anderswelt, woher alles Wissen und alle Künste stammen. Zusätzlich wird sie als Fruchtbarkeitsgöttin verehrt, so dass sie über die Kräfte des Lebens und des Todes herrscht.
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Andraste - Kriegsgöttin Andraste repräsentiert die Muttergöttin in ihrem Aspekt als Beschützerin, Verteidigerin und Rächerin des Territoriums und des Stammes. Sie wurde bei den Inselkelten verehrt. Bei den Festlandkelten findet man sie unter dem Namen Andarte wieder.
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Brigantia - Muttergöttin Sie ist die große königliche Muttergöttin, deren Wurzeln bis in die Mutterkulte der Steinzeit zurückreichen. Brigantia personifiziert das Territorium. Sie ist Friedens- und Kriegsgöttin zugleich, schützt die Krieger im Krieg und die Herden im Frieden. Sie wacht in Gestalt von Flüssen über die Fruchtbarkeit des Bodens.
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Ceridwen - Muttergöttin Große walisische Muttergöttin, die Reichtum und Fruchtbarkeit spendet. Sie wird mit der römischen Göttin Ceres gleichgesetzt, auch aufgrund der gemeinsamen indoger-manischen Wurzel “cer”, was mit “wachsen” gedeutet wird.
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Damona - Muttergöttin Die bei den Festlandkelten verehrte Damona, die “große Kuh”, gilt als die Lebens- spenderin, der Heil- und Regenerationskräfte zur Verfügung standen. Im romanisierten Keltenraum gilt sie als die Gefährtin des Apollo (entspricht dem keltischen Belenus) und wurde mit ihm gemeinsam an Quellen und Thermen verehrt. Bei den Inselkelten entspricht sie Verbeia und Boand.
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Epona - Göttin der Pferde Unter ihrem Schutz stehen alle Reit- und Lasttiere sowie die Reiter, Züchter, Händler und Knechte, die die Tiere versorgen. Als einzige keltische Göttin wurde sie auch von römischen Soldaten verehrt, die den Kult im ganzen römischen Imperium verbreiteten. Sie wird immer mit einer weißen Stute dargestellt. Ihre Symbole sind neben dem Pferd Zaumzeug, Geschirr und Reitpeitsche
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Nantosvelta - Muttergöttin Sie ist die Schützerin von Haus und Hof in der Menschenwelt und der Wohnstätten der Abgeschiedenen in der Anderswelt. Sie wird mit Füllhorn, einem Raben und einem Haus dargestellt.
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Nehalennia - Muttergöttin Sie ist die Göttin des Handels und der Schiffahrt. Unter ihrem Schutz erreichen die Schiffe den sicheren Hafen und der Handel bringt Wohlstand und Fülle. Sie wird mit einem Füllhorn und einem Hund in Begleitung dargestellt. Ihre Rolle gilt gleichermaßen für die Anderswelt, auch hier ist sie als Lotsin aktiv.
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Rigani - Muttergöttin Sie ist das festländische Gegenstück zu Brigit, Brigantia oder Rhiannon und ist die Herrin über Himmel und Erde. Zu gleichen Teilen ist sie Gemahlin des Himmelsgottes Taransis und des Naturgottes Esus und regelt so den Zyklus der Jahreszeiten, der mit ihrem Gang in die Unterwelt endet und mit ihrer Rückkehr in den Himmel erneut beginnt. Sie wird ausserdem als Göttin des Handels und der Künste verehrt. Die Römer setzten sie mit ihrer Göttin Minerva gleich.
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Rosmerta - Muttergöttin Sie ist die Göttin des Reichtums und der Fülle. Dargestellt wird sie in einem langen Gewand mit einem überquellenden Füllhorn. Sie verschafft der Erde ihren Reichtum und bringt Glück sowohl im privaten wie im öffentlichen Bereich. Sie war die Gattin des Esus.
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Sirona - Muttergöttin
Sie war die Göttin des Nachthimmels (der Anderswelt) und für die Fruchtbarkeit, die Gesundheit und die Regeneration verantwortlich. Verehrt wurde sie an Quell- Heiligtümern. Ihre Symbole sind die Mondsichel auf dem Haupt, das Ei und die Schlange. Wie jede Muttergöttin wurde sie mit Früchten, Ähren oder dem Zepter der Himmelsgöttin dargestellt.
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Männliche Gottheiten
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Belenus - Lichtgott Belenus, der “Scheinende, Glänzende” ist der Gott des Lichtes, des Wassers und der Heilkunst. Ihm ist das Fest Beltane geweiht. Er wurde vor allem im Süden Galliens verehrt. Die Römer assoziierten ihn mit Apollo.
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Cernunnos - gehörnte Gott Er ist der Gott des Lebens, des Wachstums, der Tiere und der Unterwelt. Die Vorstellung des mit einem Hirschgeweih gekrönten Gottes reicht bis weit in die Bronzezeit zurück. Er wird von einer Schlange begleitet, die die Muttergöttin symbolisiert. Der Gott ist zur Wintersonnenwende geboren, heiratet an Beltane die Fruchtbarkeitsgöttin und stirbt zur Sommersonnenwende. Er wechselt sich mit der Mondgöttin über die Herrschaft über Leben und Tod ab.
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Dagda - Göttervater Für die Inselkelten ist er der schöpferische Gott und Herr über Leben und Tod. Seine Wesenzüge sind mit dem festländischen Taransis oder Teutates vergleichbar. Er trägt eine eiserne Keule, deren eines Ende tötet, während das andere belebt. Dagda ist ausserdem Dichter, Musiker, Magier und ein gefürchteter Krieger.
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Esus - Gott der Erde und Pflanze Als Gott der Pflanzen und des Waldes herrscht er über alles, was wächst und gedeiht. Er wurde von den Festlandkelten verehrt und ist das Pedant zum irischen Gott Cernunnos. Darstellungen zeigen ihn mit einer Axt beim Bäume fällen, in seinen Haaren trägt er einen Mistelzweigkranz und begleitet wird er von einem Stier.
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Lug - Gott des Krieges Lug ist der Gott des Krieges, der Dichtkunst, der Musik, der Magie und der Heilkunst. er wurde im gesamten keltischen Raum verehrt. Das Fest Lugnasa, am 01. August, ist ihm geweiht. Als tapferer Herrführer wird er mit Speeren dargestellt.
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Ogmios - Gott des Wortes Ogmios wird als Gott des Wortes und der Dichtkunst verehrt. Er soll den Druiden die Ogham-Schrift gelehrt haben. Dargestellt wird er als alter, kahlköpfiger Mann, der Keule, Köcher und Bogen trägt. Menschen folgen ihm und sind an seine Zunge angekettet. Die symbolisiert die Macht der wohlgewählten, gesprochenen Worte. Der Gott ist der Beschützer der Gelehrten und Dichter.
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Sucellus - Gott der Ahnen Er ist der Gott der Ahnen, der die Toten geleitet und die Pforte zur Unterwelt öffnet. Er wacht über die Anderswelt, über die Lebens- und Todeskräfte und die Schätze der Erde. Seine Symbole sind der Hammer und ein zweiflügeliges Gebilde (gleich einem umgekehrten Anker. Meist wird er mit einem Hund an seiner Seite oder mit seiner Gattin Nantosvelta dargestellt.
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Taransis - Gott des Donners Er ist der gallische Himmelsgott und Hauptgott der Festlandkelten. Seine Symbole sind der Blitz, das Feuer und das keltische Feuerrad (was die Sonne symbolisiert). Dargestellt wird er häufig als Mischwesen mit Pferdeleib und menschlichem Kopf. Seine Gemahlin ist die Himmelskönigin Rigani, die er sich mit dem Herrscher der Unterwelt - Esus - im Zyklus der Jahreszeiten teilt.
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Teutates - Gott der Stämme Er ist der Gott aller Stämme, ihr väterlicher Führer in Krieg und Frieden. Teutates wird von den Kelten aus widderköpfiger Gott oder als menschliche Gestalt mit einer Widdermaske dargestellt. Die Hörner sind zu Spiralen gedreht. Einerseits ist er Kriegsgott, andererseits der Gott des Wissens und der Künste. Er gibt doppelten Schutz sowohl durch Magie wie auch durch physische Gewalt.
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